Jahrzehntelang wurde bei der Debitorenbuchhaltung davon ausgegangen, dass nach der Geldbewegung Zeit bleibt, Fehler zu beheben. Doch mit der zunehmenden Verbreitung von Sofort- und Quick-On the spot-Zahlungsfunktionen gerät diese Annahme zunehmend ins Wanken.
PYMNTS Intelligence-Forschung in Zusammenarbeit mit Plaid legt nahe, dass die Herausforderung über die Betrugsprävention hinausgeht. Schnellere Zahlungen offenbaren Schwachstellen in der Artwork und Weise, wie Finanzorganisationen Kunden überprüfen, Forderungen verwalten und die Cashflow-Transparenz aufrechterhalten, lange bevor ein Betrugsteam involviert wird. Das Thema gehört ebenso zu AR wie zum Risikomanagement.
Laut dem Bericht „Early Detection: Why High-Performing Companies Give attention to Fraud Earlier than It Begins“ erkennen 57 % der mittelständischen Unternehmen Betrug oder Zahlungsausfälle immer noch erst nach der Abwicklung, wenn die Wiederherstellungsmöglichkeiten begrenzt sind und die Betriebskosten bereits gestiegen sind. Diese Feststellung deutet sowohl auf ein Prozessproblem als auch auf ein Sicherheitsproblem hin.
Weniger Zeit zum Beheben von Fehlern
Wenn Zahlungen schneller abgewickelt werden, verlieren Unternehmen den Puffer, der einst manuelle Überprüfungen, Telefonbestätigungen und Dokumentenprüfungen ermöglichte, um Probleme zu erkennen, bevor Gelder verschwanden oder Waren geliefert wurden. Stattdessen reagieren AR-Groups häufig auf Rückzahlungen, Streitigkeiten oder ungültige Kontoinformationen, nachdem nachgelagerte Prozesse bereits ausgelöst wurden.
Der Bericht ergab, dass nur 30 % der befragten Unternehmen Probleme typischerweise vor der Lösung erkennen, während quick sechs von zehn sie auch danach noch entdecken. Dieses reaktive Modell wird teurer, wenn sich die Zahlungszyklen verkürzen.
Die Folgen gehen über Betrugsschäden hinaus. Ungültige Konten verzögern den Inkasso. Zahlungsstornierungen verursachen Abstimmungsarbeit. Kundendienstteams verbringen zusätzliche Zeit damit, Probleme zu lösen, während Finanzabteilungen Liquiditätsprognosen überarbeiten müssen, bei denen davon ausgegangen wird, dass Zahlungen erfolgreich abgewickelt werden.
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Verifizierung wird zur Disziplin
Die Unternehmen, die am besten abschneiden, sorgen nicht zwangsläufig für zusätzliche Reibungsverluste im Zahlungsverkehr. Stattdessen verschieben sie die Verifizierung früher.
Bei Unternehmen, die Probleme vor der Lösung erkennen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine sofortige Bankkontoüberprüfung und eine Open-Banking-basierte Eigentumsüberprüfung nutzen, etwa doppelt so hoch wie bei Unternehmen, die Probleme erst im Nachhinein entdecken. Anstatt sich ausschließlich auf manuelle Überprüfungen oder Kundenrückrufe zu verlassen, schaffen sie Vertrauen in den Kontoinhaber, bevor mit der Zahlungsausführung begonnen wird.
Der Nutzen scheint über die Betrugsreduzierung hinauszugehen. Von den Unternehmen, die kürzlich eine sofortige oder Echtzeit-Bankkontoüberprüfung eingeführt haben, bezeichneten 84 % die Technologie als sehr oder äußerst effektiv bei der Reduzierung des Betrugsrisikos oder der Verbesserung der Zahlungsintegrität. 78 Prozent berichteten von ähnlichen Erfolgen, nachdem sie die Identitätsüberprüfung während des Kunden-Onboardings verbessert hatten.
Die Zahlungsqualität bestimmt die Prognosequalität. Wenn AR-Groups nicht darauf vertrauen können, dass eingehende Zahlungen verrechnet werden oder dass Bankkonten den richtigen Gegenparteien gehören, wird jede nachgelagerte Finanzprognose weniger zuverlässig.
Der Bericht hebt auch die Kosten fragmentierter Technologie hervor. Unternehmen, deren Zahlungsüberprüfungs- und Betrugserkennungssysteme schlecht in AR-Workflows integriert sind, melden Betrugs- und Nichtabwicklungskosten in Höhe von nahezu 40 Basispunkten des Jahresumsatzes, verglichen mit etwa 30 bis 35 Basispunkten bei Unternehmen mit besserer Integration. Unterdessen melden Unternehmen, die glauben, dass schnellere Zahlungen die Betrugsgefahr erhöht haben, Kosten in Höhe von 41 Basispunkten des Umsatzes.
Für Finanzleiter ist die Implikation klar. In einer Welt, in der sich Geld quick unmittelbar bewegt, wird es immer schwieriger, die traditionelle Trennung zwischen Betrugsprävention und Debitorenbuchhaltung aufrechtzuerhalten. Die Verifizierung ist gleichzeitig Teil der Inkassostrategie, des Money-Managements und des Kunden-Onboardings.
Bei PYMNTS Intelligence arbeiten wir mit Unternehmen zusammen, um Erkenntnisse zu gewinnen, die intelligente, datengesteuerte Diskussionen über sich ändernde Kundenerwartungen, eine stärker vernetzte Wirtschaft und die strategischen Veränderungen anregen, die zur Erzielung von Ergebnissen erforderlich sind. Mit strengen Forschungsmethoden und unerschütterlichem Engagement für objektive Qualität bieten wir vertrauenswürdige Daten für das Wachstum Ihres Unternehmens. Als unser Associate haben Sie Zugriff auf unser vielfältiges Crew aus Doktoranden, Forschern, Datenanalysten, Zahlenverarbeitern, Fachexperten und Redaktionsexperten.







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