Händler entdecken, dass Betrug kein Drawback mehr ist, das sie allein an der Kasse lösen können. Es handelt sich um eine systemische Herausforderung, die sich durch jeden Schritt des Zahlungsflusses zieht, vom Onboarding bis hin zu Streitigkeiten nach der Transaktion.
Das ist die zentrale Botschaft von „Vertrauen orchestrieren: Die Zukunft der Betrugsprävention im Zahlungsverkehr„, der neueste Funds Orchestration Tracker von PYMNTS Intelligence. Der Bericht argumentiert, dass sich die Betrugsorchestrierung als verbindende Schicht herausgestellt hat, die Sicherheit, Kundenerlebnis und Umsatzschutz in einer immer komplexer werdenden Zahlungsumgebung in Einklang bringt.

Der Tracker stellt fest, dass die Betrugsprävention nicht deshalb schwieriger geworden ist, weil es den Händlern an Instruments mangelt, sondern weil sie zu viele davon haben. Der digitale Handel umfasst mittlerweile Karten, Geldbörsen, Sofortzahlungen und eingebettete Zahlungsströme, jeweils mit eigenen Risikosignalen und Angriffsflächen. Betrüger nutzen die Lücken zwischen diesen Systemen aus und ändern ihre Taktik, sobald die Abwehrkräfte stärker werden. Statische Regeln fangen bekannte Muster auf, haben aber Schwierigkeiten mit neuen. Instruments für maschinelles Lernen melden Anomalien, benötigen aber dennoch Kontext. Durch die Orchestrierung werden diese fragmentierten Elemente in einer einzigen Entscheidungsebene zusammengeführt, die sich in Echtzeit anpassen kann.
Anstatt Betrug als eine Cease-or-Go-Entscheidung bei der Autorisierung zu behandeln, stellt der Bericht ihn als einen kontinuierlichen Prozess dar. Das Risiko baut sich vor einer Transaktion auf und kann noch lange nach der Abwicklung bestehen bleiben. Die Orchestrierung ermöglicht es Händlern, im richtigen Second das richtige Maß an Kontrolle durchzuführen, unnötige Reibungsverluste für vertrauenswürdige Kunden zu reduzieren und gleichzeitig die Kontrollen zu verschärfen, wenn das Risiko steigt. Das Ziel besteht nicht nur darin, Betrugsverluste zu reduzieren, sondern auch das Vertrauen während des gesamten Zahlungsvorgangs zu stärken.
Drei Datenpunkte unterstreichen, warum dieser Wandel wichtig ist:
- 85 % der Händler geben an, dass ihre größte Betrugsherausforderung darin besteht, die Reibungsverluste für legitime Kunden zu verringern und gleichzeitig Betrug zu verhindern. Sicherheit allein ist nicht mehr der Maßstab für Erfolg.
- 47 % der Händler schätzen, dass bis zu 5 % der legitimen Bestellungen fälschlicherweise als betrügerisch abgelehnt werden, was zu geschätzten Umsatzeinbußen in Höhe von 50 Milliarden US-Greenback in der gesamten Branche führt.
- 53 % der US-Finanzinstitute nutzen bereits eine Lösung zur Betrugs-Orchestrierung, weitere 16 % implementieren eine Lösung aktiv und 26 % planen die Einführung, was darauf hindeutet, dass die Orchestrierung zum Mainstream wird.
Über diese Hauptergebnisse hinaus zeigt der Bericht auf, wie die Orchestrierung von Betrug die Betriebsstrategie verändert. Viele Händler verwalten mittlerweile fünf oder mehr Zahlungsintegrationen. Jedes zusätzliche Software erhöht die Kosten, die Komplexität und potenzielle Fehlerquellen. Orchestrierung reduziert Redundanz durch intelligente Abfolge von Risikoprüfungen, ähnlich wie ein Fluglotse Flugzeuge dirigiert. Vertrauenswürdige Kunden kommen mit minimaler Reibung durch. Verdächtige Aktivitäten erfordern eine tiefergehende Überprüfung. Betriebsteams erhalten zentralisierte Transparenz, anstatt mit isolierten Dashboards zu jonglieren.
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Der Tracker verbindet die Betrugsorchestrierung auch mit einem umfassenderen Kostendruck. Während 63 % der Händler planen, ihre Ausgaben für Betrugstechnologien zu erhöhen, geht mehr als die Hälfte davon aus, dass die Personalbudgets unverändert bleiben oder sinken werden. Die Orchestrierung unterstützt diesen Wandel, indem sie die Entscheidungsfindung automatisiert, manuelle Überprüfungen reduziert und ein schnelles Testen neuer Instruments ohne großen technischen Aufwand ermöglicht. Das Betrugsmanagement wird skalierbarer und ist weniger auf menschliches Eingreifen angewiesen.
Entscheidend ist, dass der Bericht betont, dass die Orchestrierung nicht mit der Genehmigung einer Transaktion endet. Moderne Betrugsstrategien erstrecken sich über Onboarding, Kontoänderungen, Transaktionsüberwachung und Streitbeilegung. Durch die Integration der Betrugsorchestrierung in offene Zahlungsplattformen können Händler Risikoentscheidungen mit Weiterleitungs- und Autorisierungsstrategien in Einklang bringen und so sowohl die Genehmigungsraten als auch das Kundenerlebnis schützen.
Betrug entwickelt sich zu schnell für isolierte Abwehrmaßnahmen. Koordination ist jetzt das Unterscheidungsmerkmal. Für Händler und Finanzinstitute wird die Orchestrierung zur Grundlage des Vertrauens in digitale Zahlungen.
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